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«7 Wochen ohne»?

Foto: «7 Wochen ohne»?

«7 Wochen ohne» nennt sich eine Aktion, die seit 1983 in der Passionszeit stattfindet und innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland ihren Ursprung hat. Von dieser Aktion habe ich an Aschermittwoch meinen Töchtern erzählt, als sie mich fragten, ob wir Reformierten auch fasten. Fasten, so erklärte ich ihnen, wird da nicht unbedingt als Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel verstanden, sondern kann auch in ganz anderen Bereichen erfolgen, im Verzicht auf Dinge, die das eigene Leben bewusst oder unbewusst mitbestimmen. Darauf sagte meine Jüngste: «Papa, willst du nicht sieben Wochen auf Facebook verzichten?»
«Ich kann’s ja mal probieren», war meine spontane Antwort und ein paar Sekunden später war das Facebook-App vom Smartphone gelöscht. Seither gibt es auf Facebook nichts Neues von mir zu lesen. Nicht einmal mitgeteilt habe ich, dass ich Facebookfasten werde, schon allein aus der Sorge 7 Wochen anzukündigen und nur zwei Tage durchzuhalten. Aber in der Zwischenzeit sind es schon 2 Wochen und zugegeben: Mir fehlen die Links zu interessanten Zeitungsartikeln und der Kontakt zu vielen lieben Menschen, mit denen ich vor allem über Facebook kommuniziere. Andererseits vertändle ich nicht so viel Zeit für Unwichtiges und Nebensächliches und habe mehr Zeit für das, was im realen Leben um mich herum passiert.
Ich habe ja noch 5 Wochen vor mir, aber mein Zwischenbilanz ist die folgende: Für die Zeit ab Ostern nehme ich mir vor, mein Online- und Offline-Leben klarer zu trenne: Entweder online oder offline zu sein, aber möglichst selten beides gleichzeitig.

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