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Das wahre Licht, das Frieden bringt

Video Botschaft zu Weihnachten
Video Botschaft zu Weihnachten

Weihnachten ist das Fest des Lichts. Mitten im Dunkel des Winters zünden wir gern Kerzen und Lichter an. Warmes Kerzenlicht verbreitet Geborgenheit.
Licht steht aber auch für Vernunft, Einsicht, Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit: «Erleuchtung». Ein wichtiges Stichwort im Zeitalter der Aufklärung. Licht steht für vieles, was Menschen sich wünschen oder worauf sie hoffen. Auch in der Bibel ist oft von «Licht» die Rede ist. Etwa bei Jesaja, wenn er von der Hoffnung auf den göttlichen König spricht, der einst kommen, und auf der Welt Gottes Ordnung errichten wird. Viele Menschen sind heute verunsichert.
Sie sehen eine Welt in Aufruhr, in Unordnung und sehnen sich nach Frieden, Geborgenheit, Gerechtigkeit und Sicherheit. Gleichzeitig leben die meisten
Menschen in Ländern wie der Schweiz in einem nie dagewesenen Wohlstand. Und dennoch gibt es diese Ängste vor der Globalisierung, vor dem Fremden, vor der Veränderung des Gewohnten. Viele wären froh, sie hätten jemanden, der diese Befürchtungen und Ängste vertreiben könnte und wünschen sich
eine grosse und starke Persönlichkeit, eine Lichtgestalt, die Ordnung schafft. Nach den Präsidentschaftswahlen in den USA lasten unglaubliche Hoffnungen auf dem gewählten Mann, der Ordnung schaffen soll, zuerst in Amerika und möglichst auch auf der ganzen Welt. Der neu Gewählte wird Hoffnungen enttäuschen. Das kann gar nicht anders ein. Er wird an vielem scheitern, und die Lösungen werden nicht so sein, wie er im Wahlkampf versprochen hat. Er wird nicht dieser ganz grosse Held sein. Wie wohltuend anders ist da die christliche Botschaft. Das wahre Licht kommt nicht von den gleissenden Scheinwerfern auf den grossen Bühnen der Welt. Es kommt nicht in Gestalt eines schwer reichen und mächtigen Mannes. Dieses Licht kommt als Kind, im schlecht erleuchteten Stall. Und dennoch kommen Könige aus fernen Ländern und huldigen ihm, weil sie das Licht der Weisheit, Geborgenheit und Klarheit suchen.

«Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein grosses Licht, und über denen, die im Schatten wohnen, scheint es hell. Denn ein Kind ist uns geboren, in dessen Reich der Frieden kein Ende hat.» (nach Jesaja 9,1-6)»

Es ist unser eigenes inneres Kind, das schwach und verletzlich in einem dürftig ausgeleuchteten Stall liegt. Es sehnt sich danach, einfach angenommen und geliebt zu sein. Der Gott, der als Kind zur Welt kam, nimmt dieses innere Kind an, so wie es ist. Sein Licht erleuchtet den dunklen Stall, in dem unser schwaches und ängstliches Kind liegt. Wir dürfen dieses Kind selbst und zuallererst annehmen. Es braucht keine Angst zu haben, auch wenn sich die Welt verändert, auch wenn die Zukunft ungewiss ist, denn ihm leuchtet das Licht der Treue und der Liebe Gottes. Wie viel Getöse und Machtgehabe in der Welt, wie viel Neid, Missgunst und Spannung ist darauf
zurückzuführen, dass die Sehnsucht dieses inneren Kindes ungestillt bleibt? Je mehr Menschen das mit dem Kopf und mit dem Herzen verstehen, desto weniger Getöse wird sein, desto weniger Angst und Konfrontation, desto weniger Neid und Ungerechtigkeit. Die Welt wird heller werden, wenn die Menschen die Hilfe nicht mehr von gleissend erleuchteten Bühnen und Arenen der Welt erwarten, sondern vom Licht von Weihnachten, das den kleinen Stall erleuchtet und das eigene, schutzbedürftige Kind, das geborgen und geliebt sein will.

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