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An alle, die noch in den Ferien sind

Foto: An alle, die noch in den Ferien sind

Ich liebe Reise-Portale im Internet. Nach Hotels stöbern, Angebote vergleichen, Berichte lesen von Leuten, die schon dort waren: Das sind für mich schon die halben Ferien.

Nun sitze ich auf dem Liegestuhl unseres Ferienhotels. Ausgesucht in stunden-, nein tage-, ach was, wochenlangen Recherchen. (Meine Familie durfte am Schluss ein klein bisschen mitreden…) Auf meinen Knien ein Hochglanzmagazin der besten Hotels auf der Welt. Netterweise ist es im Zimmer aufgelegen.

Um es kurz zu machen: Verglichen mit diesen gleicht unser Ferienresort eher dem alten Haus von Rock Docky. Preislich fällt der Unterscheid allerdings gleich aus.

Als ich mich endlich von den traumhaften Bildern lösen kann und das Vorwort lese, bin ich erstaunt. Ein so genannter Feriencoach mit einem halben Dutzend Master-Titeln verrät Tipps, wie der Urlaub gelingt. Er schreibt, was im Grunde gegen den Strich dieses Sehnsucht-Magazins geht:

„Entscheidend ist nicht, wo Sie in den Urlaub fahren und welcher Komfort Ihnen geboten wird. Es kommt nur darauf an, was Sie fühlen, wenn Sie nach Hause kommen.“

Ich klappe das Heft zu und schliesse die Augen.

Mit welchen Gefühlen werde ich morgen nach Hause kommen? Habe ich die Ferien genug genossen? Muss ich unbedingt noch etwas erleben? Alles egal.

Ich spüre Freude, Neues anzupacken.

Unser Hotel war doch ein Treffer.

 

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