Beitragslink

1

Angekommen

Nach den Sommerferien habe ich eine neue Schülerin in die 3. Klasse bekommen. Auf den ersten Eindruck wirkte sie abgelöscht, destruktiv und verbal auffällig. „Oh Gott“, dachte ich, „wie kann ich dem Mädchen Empathie entgegen bringen?“. Eigentlich hätte ich gerne ruhige angepasste Schülerinnen und Schüler, die artig mitmachen. Aber spannend sind doch die Klassen, die mich fordern, die Grenzen suchen und mir den Spiegel der Gesellschaft hinhalten. Nach diesen Lektionen überdenke ich meinen Unterrichtsstil und die Methoden: „was kann, muss ich das nächste Mal ändern, besser machen?“. Veränderung im Unterricht passiert nur, wenn ich offen bin und mich reflektiere. Nach ein paar Wochen kommt das Mädchen immer zu früh in den Religionsunterricht und sucht das Gespräch mit mir. Immer wieder hat sie Fragen zum Leben und ihren Problemen. Gemeinsam suchen wir nach Antworten und Hilfestellungen von meiner Seite. Ein halbes Jahr macht sie nun schon aktiv mit. Ich staune immer wieder über ihre lebens-orientierten Antworten. Und mir macht es Spass, mit dieser Klasse zu arbeiten.

Diesen Beitrag finde ich...
  • spannend (4)
  • berührend (0)
  • lustig (0)
  • nachdenklich (0)
  • wichtig (6)
  • fragwürdig (0)
  • langweilig (4)

1 Kommentar

  1. Liebe Susanne
    reflexion ist die halbe Miete. Da müssten noch viel mehr Menschen daran arbeiten, nicht wahr?
    Gruss
    Christiana

Schreibe einen Kommentar

Bitte füllen Sie sämtliche mit * markierten Pflichtfelder aus.