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De Tüüfu

Foto: De Tüüfu

U i h a gmeint, de Tüüfu chäm im Füür u nid im rote Chleid … Die Überlegung von Lo & Leduc gefällt mir: Der Teufel kommt nicht im Feuer. Er kommt nicht im roten Kleid. Er zeigt sich weder auffällig noch offensichtlich. Das Gegenteil ist der Fall: Der Teufel bzw. das Böse kommt ganz im Versteckten, schleicht sich von hinten an, erscheint möglichst unauffällig und verlockend. Er versucht, uns zu beeinflussen. Vor allem dann, wenn wir schwach, verletzlich oder alles andere als selbstbewusst sind. Ganz unscheinbar tritt er uns entgegen, fies und mit Verbrennungsgefahr.

Wie denkst du darüber?

Der freie Wille ist für mich das grösste aber auch das schwierigste Geschenk, welches der Mensch bekommen hat. Dem freien Willen sei Dank, die Entscheidung liegt immer bei uns. Er lässt mir den Weg offen, mich für das Richtige oder das Falsche zu entscheiden. Es kommt vor, dass ich mich falsch entscheide. Dann war es eine Erfahrung. Manchmal aber weiss ich genau, welcher der richtige Weg wäre. Jedoch sitzt auf meiner einen Schulter der Engel, auf der anderen der Teufel. Der Engel schwingt den Mahnfinger und rät mir, keinesfalls auf den Teufel zu hören. Der Teufel jedoch hat derart schlagkräftige Argumente und versucht alles, mich auf seine Seite zu bringen. Und wieder bin ich beim freien Willen: die Entscheidung liegt bei mir.

So verhält es sich auch mit Gott: Er drängt sich nicht auf, er ist ein Gentleman. Er hat uns den freien Willen geschenkt, die Entscheidung liegt bei uns.

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1 Kommentar

  1. damit arbeitet ja auch die werbung, indem sie zb versteckte sexualsymbole einstreut, um uns verleiten, etwas zu kaufen – was wir gar nicht brauchen. produktion und transport dieses nichtigen heizt den co2-ausstoss an und damit den klimawandel. der wahrhafte teufel! der allerdings andererseits zudem auch darin besteht, dass die ganze maschinerie nicht einfach gestoppt werden kann, weil sonst die – kitschabhängige – wirtschaft zusammenbricht und erst recht alles im eimer ist.

    die welt erscheint mir als durchgehend kausal. an einen apriorischen (zum vornherein existierenden) freien willen glaube ich nicht. frei ist der wille, soweit er zur freiheit befreit ist. das kann allerings paradoxerweise auch dadurch geschehen, dass, wie Sie es tun, gesagt wird, er sei uns geschenkt worden. aber ich finde, er ist verloren und ist erst wieder, wenn er uns geschenkt wird – was zur folge haben könnte, dass wir in all den waren das wahre geburtstagsgeschenk finden, oder sagen „die waren waren einmal“ und es selbst malen, lismen, dichten…

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