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Dreck

Was ist schön und was ist hässlich?
Was ist gut und nützlich und was ist nutzlos und überflüssig?
Was machen wir wozu, einfach durch unseren Blick?

Wir waren heute mir unserer Dreijährigen spazieren, ein traumhafter Tag.
Vorbei an einem frischgepflügtem Feld.
„Das ist Dreck!“ sagt unsere Tochter und meint das Feld.
Und wir: „Nein, das hat der Bauer gepflügt, da kommen Samenkörner rein und dann wächst da Weizen und Mais für die Tiere und für uns. Das ist Erde!“
„Erde ist doch Dreck!“ sagt sie – und schaut auf ihre Schuhe.

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2 Kommentare

  1. Ein klares Wort zeigt die Differenz.
    Wie oft habe ich mich über unsere schweren, tonhaltigen Böden geärgert.
    Der Dräck liess sich sehr schwer Bearbeiten. Er hat aber doch Nahrung für unsere Vorfahren und uns hervor gebracht.
    Erst seit dem totalen Transportwesen sind wir scheinbar von diesem Dräck nur noch landschaftlich abhängig. Aber fehlt nicht dadurch manchen in den Ländern unserer Inporte einiges. Von der Umweltbelastung ganz zu schweigen. Nichts gegen den Wein der aus der südlichen Hemisfäre kommt. Aber für mich stinkt der nach Oel vom Transport. Kindliche Frage: Der stinkt doch nicht.

  2. Sehr schön – lasset uns fragen, sehen und bemerken wie die Kinder:-)! Was machen wir wozu, einfach durch unseren Blick – sehr guter Anstoss! Was will ich sehen – was will ich hören – oft nicht das, was tatsächlich vor mir liegt oder gesagt wird. Es ist, was es ist – welcome to reality! Mein momentaner Lieblingsspruch lautet: „Wir sind hier nicht bei wünsch‘ Dir was, sondern bei: so isses“! – auf eine Woche mit wirklich geöffneten Augen!

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