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Einen warmen Schal für gross und klein

Schals
Schals

Es war eine Freude, die bunten handgestrickten Schals mit Nüssen und Dörrobst in die Weihnachtstüten für alle Asylbewerbenden zu stecken. Noch einige Stunden bleiben bis zur Weihnachtsfeier um 19 Uhr im Bundesasylzentrum Bremgarten. Ob alles klappen wird?

Sie waren da, die beiden Frauen aus Sri Lanka und Nigeria, die aus ihrer Tradition ein Weihnachtslied sangen und der 10jährige Bub aus Nigeria, der die Weihnachtsgeschichte auf Englisch vorlas. Wir Seelsorgenden berichteten, was uns Weihnachten bedeutet: Quelle der Hoffnung, der Grund von Gemeinschaft Gottes mit den Menschen. Nach weiteren Gesangseinlagen verteilten wir  unsere Weihnachtstüten. Die einen schlangen ihren Schal um den Kopf, andere setzten ihn gleich beim  anschliessenden Tanzen ein. Mit Guetzli, Tee und Kaffee genossen wir alle, die Asylbewerbenden genauso wie die Diensthabenden von der Betreuung und von der Sicherheit das frohe Zusammensein.

Alle waren zur Weihnachtsfeier eingeladen, die verschiedenen Gruppierungen der Christen und Christinnen, die Muslime und die Buddhisten, Buddhistinnen. Viele sind gekommen, eine Festgemeinde von rund hundert Menschen, darunter einige Kinder. Das miteinander Feiern ist eine kleine Oase in unserem Alltag im Asylzentrum.

Wenn es wieder schwierig ist, die Enttäuschungen auszuhalten, den Realitäten in die Augen zu sehen, grosse Träume zu verabschieden, versuchen wir aus der Oase Kraft zu schöpfen, Schritt um Schritt zu gehen und hoffen, dass eines Tages auf der Welt Platz für jeden Menschen ist, um in Sicherheit und mit ausreichender Lebensgrundlage leben zu können.

Ich glaube, wir müssen im Laufe des Jahres verschiedene Oasen des Feierns gestalten.

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