Beitragslink

3

Emotionaler Überschall

Foto: Emotionaler Überschall
Patrouille Suisse-Stand

Ich bin ein Aviatik-Fan. Seit 1½ Jahren freue ich mich auf die beiden Wochenenden der Air 14 in Payerne.

Endlich, am Samstag, 30.8.2014, ist es so weit: Punkt 9 Uhr beginnt die (himmlische) Darbietung. Mein absolutes Highlight des Jahres! Der belgische F-16 startet, der Lärm lässt uns fast in die Knie zwingen, meine Tränen fliessen – vor Begeisterung. Contenance? Ein Fremdwort in diesem Moment. «Zum Glück schützt die Sonnenbrille», denke ich. Doch der Sohnemann meint: «Log a, sie brüeled wieder.» Tant pis, nach 10 Minuten habe ich mich wieder im Griff.

Beim Duft des Kerosins, beim Lärm der Kampfjets schlägt mein Herz höher. Keine Sekunde verpassen, die Augen immer in Richtung Himmel gerichtet. Und dann, die Piloten in ihren Overalls steigen aus den Maschinen. Ich denke: «Jede wörd in ne, grad vom Flüüger ewägg…, MUETER SCHPEENNSCH» … Ich schiele zum Sohnemann – der mich mittlerweile überragt – und denke: «Zum Glück kann er meine Gedanken nicht lesen.» Er sagt zu mir: «Mueter, was dänksch ächt du grad jetzt?»

Weshalb gehe ich emotional derart ab? Die Technik, die Geschwindigkeit bis zum Überschall, die Präzision, der Lärm, die Uniformen? Ich weiss es nicht. Macht nichts! Auch am 6.9.2014 werde ich in Payerne sein!

Diesen Beitrag finde ich...
  • spannend (0)
  • berührend (0)
  • lustig (0)
  • nachdenklich (0)
  • wichtig (0)
  • fragwürdig (5)
  • langweilig (0)

3 Kommentare

  1. Also sehr schnell wird hier nicht geantwortet, in diesem Blog.. ich erhoffe mir schon noch eine gute Replik, ehrlich gesagt…

  2. Ich bin auch ein grosser Aviatik-Fan. Aber mich irritiert die in diesem Beitrag insinuierte Verbindung zwischen Aviatik und Erotik, ja letztlich mit Sexualität. Muss denn wirklich alles sexulisiert werden heutzutage, sogar die Aviatik?

Schreibe einen Kommentar

Bitte füllen Sie sämtliche mit * markierten Pflichtfelder aus.