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Feiern. Jetzt.

Foto: Feiern. Jetzt.

Wenn der FC Basel ein Tor schiesst, dann gehöre ich zu den lautesten Schreihälsen im Stadion. Yeeesss! Wenn die Schweiz an der WM ein Spiel gewinnt, dann hören mich immerhin meine Nachbarn feiern. Wenn ich in der Kirche juble, dann… naja, kommt selten vor.

Eher wird die Schweiz dreimal hintereinander Fussballweltmeister, als dass bei uns in einem klassischen reformierten Gottesdienst von Herzen gejubelt wird und die Bänke vor Begeisterung krachen. Emotionen bitteschön knapp unter dem Gefrierpunkt halten, lautet die Devise.

Das regt mich auf!

Mir kommt König David in Sinn, der die heilige Bundeslade den Philistern abluchste und vor Freude fast nackt durch die Strassen tanzte. Es gab ein riesen Fest und das Volk feierte mit. Nur seine Frau Michal blieb kühl, rümpfte die Nase und schämte sich für ihn. David war’s egal.

Über Michal heisst es, dass sie kinderlos blieb, und dann wird sie mit keinem Wort mehr erwähnt. Traurige Michal. Tragisches Schicksal in der damaligen Zeit. (Nachzulesen im 2. Buch Samuel, Kapitel 6.)

Vielleicht schreiben Chronisten in 100 Jahren: Traurige Reformierte Kirche. Blieb kinderlos. An sich selber erfroren. Tragisches Schicksal in der damaligen Zeit.

Mir wär’s nicht egal.

Lasst uns also feiern! Bei jeder Gelegenheit, die sich bietet.

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3 Kommentare

  1. Lutz Fischer-Lamprecht 20. Juni 2014 um 19:26 Antworten

    Da lade ich dich doch gleich mal zu unserem Jubiläumswochenende ein: Vom 5.-7. September FEIERN wir das 75-jährige Bestehen unserer Kirche! Wie laut es wird, kann ich dir nicht sagen, aber hoffentlich deutlich über dem Gefrierpunkt! 🙂

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