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Freiheit

Foto: Freiheit

Freiheit, oder besser „Freedom“. Das Thema hatten sich unsere Könfler dieses Jahr für ihren Konfirmationsgottesdienst ausgesucht. Und sie haben sich super Beiträge überlegt, die ich sehr spannend fand. Sie haben z.B. Interviews mit Leuten auf der Strasse gemacht und dabei die Frage gestellt:

Sind wir in der Schweiz frei? – „Nein.“

So lautete bei einigen die Antwort. Erstaunlich, oder? Wir leben doch in einem der freiesten Länder unserer Erde, sollte man meinen.

Die Gründe waren spannend:
Es gäbe so viele Gesetze, man könne nicht einfach drauf los leben, alles sei bis ins Kleinste geregelt. Also frei seien wir in der Schweiz oft nicht.

Viele Menschen bei uns fühlen sich also doch nicht so frei, wie man meinen könnte. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Was bedeutet denn Freiheit für mich?

Freiheit fängt im Kopf an.

Das war auch ein Satz, den eine Konfirmandin als Fazit zog. Vielleicht ist es genau das.
Freiheit fängt im Kopf an. Es kommt darauf an, ob ich mich frei fühle. Denn natürlich muss Freiheit Grenzen haben. Schon Paulus hat geschrieben:

Dass Christus euch befreit hat, bedeutet nicht, dass ihr tun und lassen könnt, was ihr wollt. Liebe ist der Massstab für die Grenzen der Freiheit.

Eine Regel, die doch bis heute gilt. Und doch auch für Jugendliche heute.
Wie frei sie sich dann fühlen – vielleicht ist das auch eine Sache der Lebenserfahrung und des Alters. Wer ins Leben stürmt, braucht einfach mehr Freiheit. Vielleicht sollten wir Erwachsene uns das auch immer wieder klar machen.

Die Jugendlichen haben innerlich weniger Freiheit als früher, so scheint es. So viel Druck von allen Seiten und dann auch noch die unsichere Lage angesichts der vielen Schreckensmeldungen. Ich glaube, wir könnten ihnen etwas Druck nehmen. Ich glaube, wir könnten ihnen besser zeigen, was Freiheit bedeutet, wenn man Freiheit im Glauben leben kann.

Ich hoffe sehr, sie haben sich an ihrer Konfirmation ein wenig freier fühlen können! Mir haben die Jugendlichen mit ihrer fröhlichen, unbeschwerten Art jedenfalls ein wenig Freiheit gegeben. Dafür bin ich ihnen dankbar!

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