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Freude und Trauer – manchmal ganz nah beieinander

Beim Apéro nach einer Trauung kam ich mit einem Mann ins Gespräch, der mich einige Tage vorher auch bei einer Abdankung gehört hatte. Er kam gleich zur Sache:

«Wie machen Sie das denn, wenn traurige und freudige Ereignisse kurz aufeinander folgen? Ist es nicht anstrengend, zuerst mit einem Brautpaar oder Taufeltern und kurz darauf nach einem Todesfall mit den Hinterbliebenen zu sprechen?»

«Ja, das ist es.», so meine Antwort.

«Ich muss einfach schauen, dass ich zwischen den Begegnungen kurz Zeit habe, um mich in die Situation der Menschen hineinzudenken, mit denen ich gleich sprechen werde. Aber wenn das gelingt, dann hat es etwas sehr Schönes und ungemein Bereicherndes.»

Ich glaube, mein Gesprächspartner hat etwas von dem gespürt, was mich bis heute an meinem Beruf so begeistert: Menschen in ganz speziellen Lebenssituationen, die häufig auch Wendepunkte in einer Biografie darstellen, begleiten zu können, sowohl die traurigen, wie die glücklichen Momente zu teilen und gemeinsam das Göttliche in der Welt zu erspüren. Das ist unbezahlbar!

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