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Karfreitag oder Ostern? Karfreitag und Ostern!

Foto: Karfreitag oder Ostern? Karfreitag und Ostern!

Auch in der christlichen Schweiz orientiert sich der Kalender immer weniger an dem kirchlichen Kalender.

So beginnt Ostern schon kurz nach der Faschingszeit: Die Osterhasen und Ostereier liegen in den Regalen, überall wird österlich geschmückt, in den Spielgruppen und Kindergärten kommt der Osterhase und am Ostersonntag ist Ostern dann fertig.

Wohingegen das Kirchenjahr so aussehen würde, dass in den Wochen vor Ostern das Leiden Jesu und ganz besonders in der Karwoche sein Sterben bedacht werden, so dass in der Osternacht die Osterzeit beginnt und weitergeht bis zu ihrem Abschluss mit dem Pfingstfest.

Natürlich können wir das nicht ändern – aber wir können und sollen zeigen, dass auch Leiden und Sterben zu bedenken sind und dass es ohne Karfreitag nicht Ostern gegeben hätte.

Wie Menschen diese wichtigen Traditionen auch heute noch bewegen können, durfte ich dieses Jahr eindrücklich erfahren: Noch nie habe ich erlebt, dass im Karfreitagsgottesdienst so vielen Menschen die Tränen gekommen sind.
Ich weiss natürlich nichts von den persönlichen Hintergründen. Aber es zeigte mir deutlich, wie wichtig es ist, dass wir Leiden und Sterben nicht ausblenden, sondern bewusst in unsere Osterbotschaft einbeziehen.

Und nach der Osternacht mit einem meditativen Nachtgottesdienst, der in der dunklen Kirche beginnt, die später ausgehend von der Osterkerze von unzähligen Kerzen erhellt wurde, sagte nachher ein 10-jähriger Bub zu seiner Mutter: Das war ein cooler Gottesdienst!
Ich weiss ja nicht, was genau für ihn „cool“ war, aber das eindrückliche Erlebnis von der Finsternis zum Licht lässt auf ganz besondere Weise die Osterfreude spüren!

In diesem Sinne: Frohe Ostern!

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