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Kinder, Kirche, Göttergatte

Foto: Kinder, Kirche, Göttergatte
holstee manifesto

Liebe Frau Dobler

Wie bringen Sie Job, Kinder und Partnerschaft mit Humor „unter einen Hut“?
Lilo S.

Ja neuerdings beantworte ich auch Leserfragen und das sehr gerne!

Welche Dinge braucht es, um alles unter einen Hut hinzukriegen? Zu Oberst steht bei mir: Organisationstalent. Organisationstalent müssen alle Menschen mitbringen, die Teilzeit arbeiten und Kinder haben. Organisationstalent ist dann gefragt, wenn die KITA (Kindertagesstätte) um 18 Uhr schliesst und ich weiterarbeiten muss, oder an Tagen, wo ich keine KITA gebucht habe und dennoch arbeiten muss, oder am Wochenende wenn keine KITA offen hat oder wenn die Kinder krank sind. Zum Glück gibt es da den Vater der Kinder oder die Teenager, die gerne Taschengeld verdienen oder die Mütter, die dann gerade nicht arbeiten oder Pensionierte, die grad Zeit haben. Ja all diese Personen helfen mir, damit ich meine Arbeit machen kann.

Weiter brauchts eine gut bezahlte Arbeitsstelle, in meinem Fall der Pfarrberuf. Ich kenne viele Mütter, die gerne arbeiten würden, aber es lohnt sich schlichtweg nicht, wenn die KITA für zwei Kinder gleich teuer ist, wie z.B. die Reisespesen und das Tagesgehalt einer kaufmännischen Mitarbeiterin.

Somit wären die ersten beiden Dinge, dies braucht, erklärt.

Das mit der Partnerschaft ist dann das Ding, das im ersten Versuch scheiterte. Umso dankbarer bin ich, eine neue Chance bekommen zu haben und diesmal allen drei: Kinder, Kirche und Göttergatte die gleiche Priorität in meinem Leben zu geben: mal bekommt das Eine den Vorzug, mal das Andere.

Und dann noch mit Humor? Das mit dem Humor hat weniger mit der Lebenssituation zu tun, es ist mehr eine Lebenseinstellung, die mir zeitweise gelingt und für die ich dankbar bin.

Das „Holstee Manifesto“ (siehe Bild) schenkte mir eine Freundin zum Geburtstag und erinnert mich daran, dass ich in vielen Dingen selber über mich und mein Leben entscheiden kann.

Und zu Guter zuletzt: Meine Lebendigkeit verliere ich nicht, wenn es mir gelingt ganz im Moment da zu sein und den Menschen wirklich zu begegnen, egal ob das im Beruf, mit den Kindern oder meinem Göttergatten ist.

(Und wer jetzt im Schlusssatz noch etwas mit Gott erwartet hat, der sei getröstet: Natürlich ist ER es, der das alles erst ermöglicht. Ohne ihn würde ich nicht schreiben und sie nicht lesen)

 

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2 Kommentare

  1. Hey Corinne!! Ja, Ihr alleinerziehenden Chicks seid nicht zu beneiden! Ich kenne das, meine Mutter hat mich alleine grossgezogen, und weiss Gott, das war nicht immer einfach 😉 Cheers! Mäse

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