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Kirche – ein Wirtschaftsfaktor

Foto: Kirche – ein Wirtschaftsfaktor

Ich zahle Kirchensteuern. Doch – was geschieht eigentlich damit?

Jeder Lohn wird generiert aus der Tatsache, dass jemand ein Produkt kauft, eine Dienstleistung in Anspruch nimmt oder aus persönlicher Überzeugung bei einer Finanzierung mithilft. So ist es auch in der Kirche.

Darum: Vielen Dank  allen Menschen, die mit ihrem Beitrag unsere Arbeit unterstützen. Sie zahlen die Löhne von Pfarrpersonen, Diakonische Mitarbeiter, Katechetinnen, Sigristen, Organisten, Sekretärinnen, Friedhofsgärtner, Jugendarbeiter. Sie ermöglichen, dass Frauen und Männer, die sich in ihrer Freizeit engagieren einen Obulus erhalten.

Sie ermöglichen, dass wir Gottesdienste feiern, Konzerte geben, Unterricht erteilen, Kultur fördern, Menschen in verschiedensten Lebenslagen begleiten und unterstützen, Freizeiten für Jugendliche und ältere Menschen anbieten können. Sie ermöglichen, dass junge Menschen und Hausfrauen für die Suche nach einer Lehre oder einer Arbeitsstelle nach der Babypause vorweisen können, dass sie sozial engagiert sind.

Und sie ermöglichen uns selber etwas für unsere Wirtschaft zu tun: nicht nur als Arbeitsgeber, sondern als Konsument. Denn als Kirche kaufen wir auch ein: Bibeln für die Konfirmanden, kleine Geschenke für Besuchte oder Kranke, Bastelmaterial für Kindernachmittage, Lebensmittel für allerlei Anlässe und vieles  mehr.  Da wir als Kirche mit den Steuereinnahmen sorgfältig und verantwortungsbewusst umgehen müssen, finde ich es moralisch und wirtschaftsethisch wichtig, dass die Kirche das kleine Lädelchen im Dorf unterstützt und nicht nur im Grossverteiler oder gar im billigen Ausland einkauft. Gerade für kleinere, regionale Betriebe ist es wichtig, dass die Kirche bei ihnen ein Inserat aufgibt, das Hausdach reparieren lässt oder ein Gerät kauft.

Ebenfalls unterstützen wir durch Spenden und Kollekte soziale Institutionen und Hilfswerke im In- und Ausland. Musiker und kleine Künstler finden bei uns eine willkommene Bühne für einen Auftritt. Wir arbeiten mit den Sozialämter zusammen und helfen Personen schnell und unbürokratisch, wenn es gilt eine  offene Rechnung zu bezahlen, für die es im Haushaltsbudget keine Reserve gibt.

All das ist nur möglich dank den Steuereinnahmen.

Darum bin ich dankbar für die Menschen, die die Arbeit der Kirche unterstützen, auch wenn sie selber nicht unbedingt regelmässig eines der vielen Angebote für sich in Anspruch nehmen.

 

 

 

 

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