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Mit den Sternsingern im Altersheim

Mittlerweile ist es eine kleine Tradition, dass wir mit den 2. Klässlern als Sternsinger ins Altersheim gehen. Im Vorfeld muss einiges organisiert sein, wie Zeitplan aufstellen, Organisatorisches klären, Begleiterinnen suchen, Eltern informieren, Verkleidungen für die Könige besorgen, Liedblatt schreiben.

 

Das Organisieren braucht sogar mehr Zeit, als die, die wir zum Lieder und Sprüchli üben haben. Glücklicherweise singen die Buben und Mädchen gerne und lernen schnell. Einige Mütter haben sich bereit erklärt, uns zu begleiten, so bin ich mir sicher, dass kein Kind verloren geht.

 

Fünfzehn Minuten zu Fuss brauchen wir, bis wir im Altersheim sind. Der Empfang ist herzlich. Wir dürfen auf verschiedenen Stockwerken den Senioren und Seniorinnen unsere Sprüchli und Lieder vortragen. Pro Stockwerk brauchen wir nicht mehr als zehn Minuten. Es ist wirklich nur eine kleine Aufführung. Trotzdem freuen sich die Menschen im letzten Lebensabschnitt über unseren Auftritt.

Und die Kinder freuen sich, dass sie den alten Menschen eine Freude bereitet haben, und die Mütter sind gerührt. Ich sehe die leuchtenden Augen der Kinder, den dankbaren Blick der Seniorinnen und Senioren und das wohlwollende Lächeln der Mütter und des Pflegepersonals.

Diese Emotionen erfahre ich als grosse Belohnung für meine Arbeit. Ein Friede erfüllt mich, und ich kann mich beschwingt ans nächste Projekt wagen.

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2 Kommentare

  1. Ein berührender Artikel welcher mich zum Nachdenken anregt.
    Es ist immer schön mit zu verfolgen wie man im Alltag mit wenig vielen Menschen eine Freude bereiten kann. Das Sternsingen ist das perfekte Beispiel dazu. Generationenübergreifend erfreut es auf verschiedene Arten. Die Kinder mit pochenden Herzen das Gelernte endlich vortragen zu können; die Mütter mit Stolz ihre Sprösslinge mutig vor Leuten zu sehen; die Seniorinnen und Senioren den Alltag zu verschönern und erinnern sich gleichzeitig an ihre Jugend; die Katechetin mit Dankbarkeit dass alles bestens geklappt hat. Wann haben wir den Mut, im grauen Alltag jemandem leuchtende Augen zu bescheren?
    In diesem Sinne schenke ich euch viel Sonne im Herzen und sende lichtvolle Grüsse

  2. Liebe Christiana
    ich staune über Deine Energie und Dein Engagement!
    Generationenübergreifende Projekte sind in der heutigen Zeit so sinnvoll und wichtig.
    Beschenkt sind am Ende alle Beteiligten.
    Das zeigt eindrücklich Dein Beispiel.
    Danke für Deine Kreativität!

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