Beitragslink

2

Muttertag

Foto: Muttertag

Sara, Hagar, Rebekka, Rahel, Lea, die Mutter von Jephtas Tochter, die Witwe von Sarepta….

Es begann mit einem Todesfall: Die Methodistin Anna Marie Jarvis veranstaltete im Jahre 1907 – anlässlich des zweiten Todestages ihrer Mutter – ein Meeting für Mütter, die sich zu aktuellen Fragen austauschen wollten.

Noemi, Ruth, Hanna, Bathseba, Michal ohne Kinder, Hiobs Frau…..

Mit grossem Engagement setzte sich Frau Jarvis für die Einführung eines Muttertages ein. In einer Andacht sollte man den Müttern für die Arbeit danken, die sie leisten, und anschliessend sollten die Frauen miteinander ins Gespräch kommen und Gemeinschaft pflegen. Schon 1914 wurde der Muttertag ein offizieller Feiertag in den USA. Doch gleichzeitig wurde er immer mehr kommerzialisiert. Statt Andachten und Gespräche gab es nun Blumen und Süsses.

Anna, Maria, Elisabeth, die Mutter des Jakobus und Johannes Zebedäus….

Dies war allerdings gar nicht mehr im Sinne von Anna Marie Jarvis. Sie setzte sich fortan vehement für die Abschaffung des Muttertages ein. Ohne Erfolg, wie wir alle wissen. Blumengeschäfte und Konditoreien übernahmen diesen Feiertag, an dem Mann und Kind der Mutter (und der Grossmutter) danken.

Das ist schön und gut. Aber gleichzeitig wurden die kirchlichen bzw. christlichen Wurzeln dieses Feiertages vergessen. (In der Schweiz wurde er übrigens durch die Heilsarme und den französischen CEVI, Christlicher Verein Junger Menschen, eingeführt). Es geht nämlich nicht nur um den Dank und symbolische Geschenke.

Der Muttertag soll den Frauen auch Gelegenheit geben, neue Kraft und neuer Segen für ihre Arbeit zu tanken. Denn die Mutterschaft ist eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe. Gerade heute, wo auch viele Mütter gleichzeitig im Berufsleben integriert sind und ausserhaus arbeiten müssen oder wollen. Dem Beruf und dem Kind gerecht zu werden, ist immer noch ein schwerer Balance Akt. So vieles versucht man in Liebe und nach Besten Wissen und Gewissen zu machen und stösst dabei immer wieder an Grenzen. Darum ist es durchaus befreiend, wenn man Gott um Weisheit, Kraft und Geduld bitten darf. Und der Austausch mit anderen Mütter ist oft sehr inspirierend, lehrreich und durchaus manchmal auch tröstlich – denn andere Mutter haben ähnlich Herausforderungen in der Kindererziehung.

Zudem wäre es in unserer heutigen Gesellschaft eine Überlegung wert aus dem Muttertag einen Elterntag zu machen – denn schliesslich bekommt frau die Kinder nicht alleine und die Kindererziehung sollte auch nicht reine Frauensache sein.

Herodias, die Mutter von Jairus Tochter, Saphira, Lydia…

Alles gute Gründe um den Muttertag nicht nur auf Schokolade und Blumen zu beschränken.

Mütter aus der Bibel: Frauen, die ihre Kinder geliebt und behütet haben. Frauen, die erst nach vielen Tränen ein Kind geboren haben.
Frauen, die ihr Kinder oder gar ihre Kinder verloren haben.
Frauen, die gehofft, gebetet, gelitten, gefleht haben.

Diesen Beitrag finde ich...
  • spannend (3)
  • berührend (5)
  • lustig (0)
  • nachdenklich (4)
  • wichtig (9)
  • fragwürdig (0)
  • langweilig (0)

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Bitte füllen Sie sämtliche mit * markierten Pflichtfelder aus.