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Sprache lernen leicht gemacht – ein Intensivkurs

Foto: Sprache lernen leicht gemacht – ein Intensivkurs

Ich staune immer wieder mit einer Mischung aus Neid und Bewunderung, wie schnell manche Menschen eine ihnen vorher fremde Sprache erlernen können. Es genügen ein auf das Wesentliche beschränkter Wortschatz und eine rudimentäre Grammatik, dazu etwas Mut und Experimentierfreudigkeit, und dann reicht es bald einmal für eine oberflächliche Unterhaltung.

Für diesen Sprachkurs braucht es einen kleinen Schulungsraum, der von allen unnützen Ablenkungen frei gehalten ist. Das Freizeitangebot muss so ausgestaltet sein, dass bei dem Lernwilligen erst gar nicht das Bedürfnis aufkommt, etwas anderes tun zu wollen, als sich allein auf das Sprachenlernen zu konzentrieren. Dazu sollte im Idealfall ein Muttersprachler der zu erlernenden Sprache bereit sein, möglichst viel Zeit mit dem Sprachschüler gemeinsam zu verbringen, idealerweise im gleichen Schulungsraum und ebenfalls ohne attraktives Alternativprogramm. Steht dieser Muttersprachler mangels zu geringer Anzahl Einheimischer nicht zur Verfügung, tun es auch zwei identische Bücher, eines in der eigenen und eines in der zu erlernenden Sprache.

Als Literatur für einen solchen Sprachkurs bietet sich ein Werk an, das jedem Lesergeschmack etwas zu bieten hat, damit das Interesse an dieser Lektüre nicht verloren geht. Geeignet sind beispielhafte und ungewöhnliche Biografien ebenso wie beispielhafte Erzählungen, Anekdoten und Erlebnisberichte. Dazwischen darf es auch mal ein Gedicht oder eine zitierte Weisheit aus der Historie sein. Für die gehobene Bildung bieten sich auch Briefe an, die als Beispiele dafür dienen können, wie man selbst mit seinen Anliegen an andere schriftlich herantreten kann. Ausserdem helfen Briefe, Grussformeln und Wünsche zu formulieren.
Wenn nun dieses literarische Werk auch noch etwas zur persönlichen Erbauung des Schülers beitragen kann, wird das Sprachenlernen zu einem Nebenprodukt.

Nach langer Suche, Ausprobieren und Experimentieren, hat sich für diese Schulung ein Buch besonders hervorgetan, das zudem in allen erdenkbaren Sprachen erhältlich ist: Die Bibel.

Ach ja: Es lohnt sich übrigens, die Bibel auch in der eigenen Sprache mal zu lesen – es ist wirklich spannend! Und interessant! Und erbaulich! Und lehrreich! Und …

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für den super Artikel!

    Mir haben die Online Software Babbel und der Einzelunterricht via Skype über italki sehr geholfen, um innerhalb von 5 Monaten fliessend Spanisch zu lernen.

    Meiner Meinung nach ist es außerdem super wichtig, sich ein genaues Ziel ( „Ich spreche am 1.1.2016 fliessend Englisch“) zu setzen und sich dann für jede Woche Meilensteine festzulegen und diese genau zu kontrollieren oder noch besser: vom Partner oder Kumpel kontrollieren lassen! 😉

    Beste Grüße aus Hannover

    Jan
    http://www.goalmate.de

    • Danke für diesen Sprachenlern-Tipp!
      Leider sind Babbel und Skype in der Gefängnis-Zelle ja nicht möglich 🙁

      Schön, dass die aargauer Reformierten auch in Hannover gelesen werden!

      LG Thorsten

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