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Trotz Krieg, Terror, Leid – Stille und heilige Nacht

Foto: Trotz Krieg, Terror, Leid – Stille und heilige Nacht
Foto: F. Pedrotti / Engel

Es ist zum Verzweifeln, und manchmal mag ich schon gar keine Nachrichten mehr hören oder Tagesschau gucken. Überall, wohin ich höre und schaue, Leid, Gewalt, Vernichtung.

Selbsternannte Gotteskrieger schneiden Zivilisten den Kopf ab, weil sie keine Koranverse rezitieren können, überfahren unschuldige Menschen, Frauen werden als Sklavinnen verkauft und missbraucht. Die wirtschaftliche und sexuelle Ausbeutung macht sogar vor Kindern nicht halt.

Macht – Gewaltexzesse, Egoismus und religiöser Wahn der Menschen sind grösser als Menschlichkeit, Menschenwürde, Barmherzigkeit und Menschenfreundlichkeit.

Im TV ein Kind welches bitterlich weint, weil gerade seine Eltern in Aleppo oder sonst irgendwo von irgendeinem verblendeten Unmenschen erschossen wurden. Die Mächtigen, Kriegstreiber und Menschenverächter nennen das Gleichgewicht und Weltpolitik. Ich nenne das Unmenschlichkeit und Grauen.

Es ist irgendwie zum Verzweifeln und Resignieren!

Und dennoch – ich lese in der Bibel, in der Weihnachtsgeschichte (Matthäus Evangelium Kapitel 1 – 2), dass es auch vor 2000 Jahren ähnlich war wie heute.

  • Kaiser Augustus hat die Volkszählung nicht aus Gründen der Gutmütigkeit angeordnet, sondern es ging alleine darum, die Steuern besser berechnen und eintreiben zu können. Ein Imperium wie Rom kostete viel Geld, insbesondere die Streitmacht, war sie doch Garant für die Machterhaltung.
  • Maria und Josef fanden keinen Raum. Ihnen blieb mit dem neugeborenen Jesuskind, ein kalter, dreckiger Stall.

König Herodes schreckte aus Angst, seine Macht zu verlieren, nicht zurück, auch einen grossangelegten Kindermord zu organisieren. Auch Maria und Josef mussten mit ihrem Säugling als Flüchtlinge nach Ägypten fliehen, weil Herodes und seine Häscher auch das neugeborene Jesuskind umbringen wollten.

Damals wie heute gab es unmenschliches und menschenverachtendes Leid, Gewalt und Vernichtung.

Trotzdem, oder gerade deshalb: In all diesem Leid, in aller Gewalt und Vernichtung, ist Gottes Sohn geboren. Klein, ein Baby, unendlich verletzlich. In Armut geboren, in eine Welt die kaum Barmherzigkeit und Menschenwürde kannte.

Und trotzdem, wurde in dieser stillen und Heiligen Nacht ein heller Stern an den Himmel gesetzt. Ein kleines Licht der Hoffnung wurde entzündet, welches bis heute um die Welt geht.

Die Nachricht, dass Jesus – Gottes Sohn, geboren wurde und uns Menschen menschlich nah gekommen ist, berührt und verändert die Herzen der Menschen damals und heute noch.

 

In einem Lied Vers von Sigfried Fietz wird das treffend wiedergeben:

Die Heilige Nacht ist die Nacht unserer Hoffnung, denn oben steht ein guter Stern.

Und aus dem Dunkeln hören wir es rufen, seit heute ist Gott uns nicht mehr fern.

Gott des Himmels und der Erde. Gott des Tages und der Nacht.

Gott im Grossen und im Kleinen. Welche Armut, welche Pracht.

 

In diesem Sinne, wünsche ich allen Leserinnen und Lesern, ein Weihnachtsfest, dass Sie mit diesem hoffnungsvollen Licht berührt und erhellt!

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