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Zum Anschlag auf die Satirezeitschrift Charlie Hebdo

Auch nach zwei Tagen bin ich immer noch schockiert und erschüttert vom Attentat auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo in Paris am 7. Januar 2015. Mein Mitgefühl und mein tiefes Beileid gehören den Angehörigen der Opfer und den verletzten Personen, den an Leib und Seele Verletzten. Sie sind in meine Gebete eingeschlossen. Das gilt auch für die Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion des Magazins sowie für die Rettungs- und Polizeikräfte.

Meine Solidarität gehört allen friedliebenden Musliminnen und Muslimen unseres Landes und der ganzen Welt. Sie haben es nicht verdient, dass der Name ihres Gottes und des Propheten Mohammed durch schändliche Gewalt beschmutzt wird.

Ich rufe Christinnen und Christen, Angehörige aller Religionen sowie alle Menschen guten Willens und humanistischer Gesinnung dazu auf, sich der Solidarität mit allen friedliebenden Musliminnen und Muslimen anzuschliessen.

Ich ermuntere Gläubige aller Religionen dazu, in ihren Gottesdiensten, Feiern und Ritualen gemeinsam für Frieden und Gewaltlosigkeit zu beten.
Ich ermuntere Journalistinnen und Journalisten, weiterhin fair und unerschrocken zu schreiben, zu berichten und zu zeichnen, was sie für richtig, nötig und wichtig halten, auch in Form der Satire und auch, wenn es um Religion geht.

Freiheit der Presse und Freiheit der Meinungsäusserung gehören genau so zur offenen und demokratischen Gesellschaft wie das Recht zur freien Ausübung der Religion. Die Schandtat von Paris ist ein Angriff auf alle Grundrechte der freien Gesellschaft.
Während Jahrhunderten hat Europa unter den Folgen religiös maskierter Gewalt gelitten. Wir dürfen nicht zulassen, dass einige wenige Fanatiker uns die Errungenschaften von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaat zunichte machen wollen.
Als Kirche Jesu Christi ist uns der Dienst der Versöhnung aufgetragen. Wir gehen nicht auf die Logik der Gewalt ein und bleiben unserem Dienst treu, vereint mit Gläubigen aller Religionen und allen Menschen guten Willens.

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