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Zum Aufstand der Anständigen

Foto: Zum Aufstand der Anständigen

 

Demo gegen Fremdenfeindlichkeit und für die Menschlichkeit

Ich finde auch, es gibt keine einfache Antwort auf die Frage: Was tun mit den Hunderttausenden Flüchtlingen, die auf der Suche sind nach einem menschenwürdigen Leben?

Die Grenzen schliessen halten viele von uns für eine sinnvolle Lösung – zumindest für uns hier. Doch es gilt dabei zu bedenken: Wir leben inzwischen in einer globalisierten Welt. Wir konsumieren Güter aus der ganzen Welt und exportieren unserer Güter und Dienstleistungen rund um den Globus. Und wir sind die Profiteure dieses globalisierten Handels.

Nun scheint die Zeit gekommen, in der diese Globalisierung nicht mehr nur einen Nutzen für uns hat. Sie schickt uns auch Flüchtlinge, meist die Opfer einer ungerechten Welt. So macht sie uns erstmals schaffen. Können wir uns vor dieser Verantwortung drücken, nur weil es vielleicht auch unangenehm werden kann?

Durch unser globales Handeln tragen wir Mitverantwortung am Recht und Unrecht in der ganzen Welt.

Die Lösung für diese Welt, die aus den Fugen geraten ist kenne ich nicht. Aber ich weiss, es wird sich nur zum Guten wenden, wenn wir uns den Problemen stellen und anerkennen, dass jeder Mensch ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben hat. In Anbetracht der humanitären Katastrophen, die sich vor den Toren Europas ereignen, müssen wir handeln. Als erstes gilt es gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einzustehen, für eine humanitäre Schweiz die anerkennt, dass im Grunde genommen jeder Mensch auf dieser Welt ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben hat.

Sehen wir uns am Dienstag um 18 Uhr in Aarau zum Aufstand der Anständigen?

 

http://www.ref-ag.ch/informationen-medien/news/2015/08/Aufstehen-gegen-Fremdenfeindlichkeit_Aufruf-22Sept15.php

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2 Kommentare

  1. didier bukhalter hat letzthin gesagt, er empfinde beim gedaken an die schweiz grosse dankbarkeit. mir stellte sich der ketzerische gedanke ein: soll ich für etwas, was auf ausbeutung beruht, dankbar sein? Sie schreiben, die zeit sei gekommen, in der die globlalisierung nicht mehr nur einen nutzen für uns hat. diese einsicht gefällt mir. es beschäftgigt mich aber zugleich ein anderer aspekt: vor 1400 jahren scheiterte der interreligiöse dialog zwischen islam und christentum. vielleicht gibt es eine gesetzmässigkeit, dass der anteil beider seiten gleich gross ist: wenn die eine seite die bessere sein sollte, was ich nicht unterstelle, werden ihr auch ihre fehler mehr angerechnet. der islam trennte sich zu einem wesentlichen teil vom neuen testament und verlor damit grundlegende gewaltprävention. alles weitere ist auch eine konsequenz des damaligen scheiterns. ich will damit sagen, dass ich die schuld auch wiederum nicht einseitig auf unserer seite sehen möchte. diese einseitigkeit könnte uns lähmen oder in übertriebene aktionen treiben, die dann in ihr gegenteil umschlagen. ich könnte mir aber vorstellen, dass die welt sich auch in der schweiz sehr verändern wird. und ich spüre auch die bereitschaft, die motivation, hier mitzugehen. als ich 1987 meine studentenbude verliess, bezog ich, nach einem kurzen aufenthalt in einem zimmer, 1988 eine 20m2-wohnung, nicht zuletzt im gedanken „die grösseren wohnungen für die, die mit immigrantInnen auf die nähe zusammenleben können“, bis heute meine traumwohnung. das neue testament kennt nicht nur gewaltprävention, sondern auch hassprävention: ein guter grund zum aufstand für den anstand.

  2. Danke Corinne für deinen Beitrag.Ich kann alle deine Aussagen voll und ganz unterstützen.
    Unsere Familie wird am „Aufstand der Anständigen“ teilnehmen.Solidarität zeigen und eben Aufstand,damit nicht alles einfach hingenommen wird (ich finde es sehr erschreckend und beängstigend ,was für Aussagen,Kommentare im Internet,Leserbriefen kursieren zum Thema Fremdenfeindlichkeit,Rassismus…).
    Ich frage mich manchmal schon in welche Richtung wir uns da bewegen…(Stichwort:drittes Reich)…
    Darum ist jetzt der richtige Zeitpunkt um Zeichen zu setzen:Ich hoffe ich sehe ganz viele an der Demo vom nächsten Dienstag!

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