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«Die Gemeinschaft der Widersprüchlichen»

Foto: «Die Gemeinschaft der Widersprüchlichen»

Verfasst von Pfarrerin Dörte Gebhard, Präsidentin der theologischen Kommission

Vieles ist simpler, als sich über Gott und die Welt zu unterhalten.
Einiges ist weniger tabu als der eigene Glaube.
Geredet wird vom Wetter und vom Nahostkonflikt, über Geld und Fussball, die nächste Abstimmung sowieso – das ist völlig richtig und auch wichtig! Am 19. September, am Samstag vor dem Bettag, kommen Alternativen in den Blick: «Welcher Gott darf’s denn sein?»

Das Programm ist vielfältig: Miriam Rose ist Theologieprofessorin und spricht allgemeinverständlich. Das Duo Fricker nimmt grosse Themen humoristisch auseinander und zu essen gibt es auch. Als Vor- und Nachspeise kommen Bibelarbeiten auf den Tisch.

Eine der Bibelarbeiten dreht sich um die Gemeinschaft der Widersprüchlichen (1. Kor 12). Da bekommt man es nicht mit Leuten zu tun, die noch ein paar Details klären müssen oder über Geschmacksfragen streiten. Sie leisten sich nicht nur eigene, sondern rasant gegensätzliche Meinungen.

Paulus ist überzeugt, dass gerade das Grundverschiedene besonders gut zusammenpasst. Er tut alles für den Zusammenhalt derer, die in einer Gemeinde leben.
Hat er sich vergeblich so abgemüht?
Ist die Vielfalt unterdessen viel zu gross geworden?
Ist sie lästig? Ist sie nützlich? Ist sie schlimm oder schön?
Haben wir einen Gott, der weiter geht als alles, was uns zu weit geht?
(frei nach Josua Boesch)

So viel ist gewiss: Wenn Sie dabei sind, wird die Vielfalt grösser … ich freue mich auf regen Austausch zu einer seltenen Frage – am 19. September an der Tagung in Lenzburg (weitere Informationen und Link zur Anmeldung)!

verfasst von Dörte Gebhard, Präsidentin der theologischen Kommission

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Eingestellt von Informationsdienst der Landeskirche

Der Informationsdienst der Landeskirche, Claudia Daniel-Siebenmann und Barbara Laurent, leiten und administrieren den Blog der Reformierten Landeskirche Aargau.

1 Kommentar

  1. „welcher gott darf’s denn sein?“ was würde der bäcker auf dem bild sagen auf meine antwort: „ich hätte gerne eine göttin“? schrifliche zeugnisse existieren bis 3200 v. chr.. ab 2500 werden die schriften ausführlicher. sie berichten von einem höchsten gott, der ein pantheon von göttinnen und göttern anführt. göttinnen sind mitunter machtvoll einflussreich oder auch mit dem höchsten verheiratet. aber es kommt vor, dass der höchste gott alle göttinnen und götter absorbiert, alles selbst repräsentiert. vor das jahr 3200 zurück geht die archäologie. sie vermutet ein matriarchat oder, wie die verschriftete zeit, ein patriarchat mit gewissermassen matriarchalischen elementen. sie nimmt auch an, dass gott einst verheiratet war. er wäre dann der aus einer zerbrochenen ehe hervorgegangene mann. die frage stellt sich, ob er wirklich alles sein kann, was seine ehemalige frau war. „ho theos panta en pasin.“ so charakterisiert paulus das vollkommene: „der gott wird alles in allem sein.“ (1kor 15.28) er ist das ein und alles, bis zuletzt in allem. ist er wirklich überzeugt, dass grundverschiedenes gut zusammenpasst? müsste er da nicht „ho theos“ vor „panta en pasin“ weglassen? manchmal muss ich ein bisschen lachen, wenn die kirche bei missbrauchsfällen nach strukturen fragt. das ist sicher angezeigt. aber könnte die genannte frau den frauen und kindern nicht besser das nötige selbstbewusstsein vermitteln, so dass sie sich nicht alles gefallen lassen? meine meinung: das leben ist mehr als raum und zeit, alles immer überall, alles in allem, die moderne transzendenz. aus diesem meer von raum und zeit die vollkommen erleuchtet frau – die auch den männern geben kann, was sie brauchen, um nicht zu missbrauchen.

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