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Heimat?

Foto: Heimat?

Nein,
mir ist nicht wichtig, einen Gottesdienst im Sinne einer bestimmten Feier innerhalb von Kirchenmauern als Heimat zu empfinden.

Ist es Ihnen wichtig, einen Gottesdienst als «Heimat» zu empfinden?

Aber ich baue gerne mit an einem gemeinsamen Raum, den viele als Heimat empfinden und mitgestalten können.

Ein Raum, in dem Kinder spielen und Entdeckungen machen dürfen
Ein Raum, in dem Jugendliche die so ernsten Erwachsenen herausfordern können
Ein Raum, der in allen Farben und Mustern bemalt werden darf
Ein Raum, der von Musik und Stimmen, von Klatschen und von Gelächter widerhallt
Ein Raum, der nach Gras und Blumen riecht
Ein Raum, der nach zubereitetem Essen duftet
Ein Raum, wo Bäume ungestört Wurzeln schlagen, Pilze Fäden weben, Insekten Eier legen und Vögel Nester bauen
Ein Raum, wo sich Fremde begegnen können
Ein Raum, wo auch Verstecken oder Theater gespielt werden kann
Ein Raum, wo Alte und Erschöpfte sich zur Ruhe hinsetzen können
Ein Raum, wo Wasser plätschert
Ein Raum, wo Feuer brennen darf
Ein Raum, wo nachts Sterne glitzern
Ein Raum, wo alle sich selber sein dürfen

So einen Raum zu gestalten, würde ich als Gottes Dienst anschauen.
Dort wäre Heimat
Heimat für möglichst viele.
Das wäre ein Fest!

 

 

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Verfasst von Simon Pfeiffer

Als ehemaliger Gemeindepfarrer auf der Fachstelle Pädagogisches Handeln, als miterziehender Vater in Teilzeitanstellung, als christlich geprägter Theologe mit Islamwissenschaftsstudium und Germanist mit Vorliebe für Mittelalter, Krimis und Fantasy lese und höre ich vielerlei. Gerne erprobe ich neues Wissen im Dialog. Und sehr gerne denke und spüre ich über Grenzen hinweg. Ich arbeite mit in der Arbeitsgruppe 1 "Inhalt und Botschaft".

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